Kurzchronik der TGH04

Über 140 Jahre Vereinsgeschichte – von der Gründung des Hilgener Turnvereins 1880 bis heute. Zusammengestellt von unserem Ehrenvorsitzenden Eggert Schiffler.
1880

Der „Hilgener Turnverein" wird ins Leben gerufen – der Vorläufer der heutigen TGH.

Der Hilgener Turnverein, 1880
Der Hilgener Turnverein, 1880
1883

Beim 1. Turntest in Burscheid marschieren rund 120 „Blau-Weiße" Hilgener Turner mit Musik an und erringen auf Anhieb den 1. Preis.

1892

Höhepunkt der frühen Vereinsjahre: Hilgen richtet ein Gaufest des Bergischen Gaues aus.

1899

Nach dem Ausscheiden zielbewusster Vorstandsmitglieder und Streit um die Gauverbands-Bindung löst sich der Verein auf.

1904

Aus ehemaligen Mitgliedern des Hilgener Turnvereins wird die Turngemeinde Hilgen gegründet. 1. Vorsitzender wird Rektor Ernst Güldner.

1918

Nach dem 1. Weltkrieg wird der Turnbetrieb mit 23 Turnern und 18 Turnerinnen wieder aufgenommen.

Turnfest, um 1918
Turnfest, um 1918
1922

Dank der Opferwilligkeit der Turner und Hilgener Mitbürger kann sich der Verein eine eigene Fahne anschaffen.

1924

Einweihung des neuen Sportplatzes an der Eisenbahn durch Bürgermeister Schmidt.

1927

Gründung der Handball-Abteilung. Rektor Max Siebold wird 1. Vorsitzender.

1929

25-jähriges Bestehen: großes Gauturnfest mit Festumzug.

1930

Die Weltwirtschaftskrise trifft auch die TGH – Beiträge müssen gesenkt werden. Arbeitslose Mitglieder legen bei den Sportanlagen selbst Hand an.

Gemeinschaftsarbeit am Sportplatz, 1930
Gemeinschaftsarbeit am Sportplatz, 1930
1933

Der lang gehegte Wunsch, den Sportplatz käuflich zu erwerben, geht in Erfüllung.

1936–1937

Alle Sportverbände werden gleichgeschaltet; der Sportplatz muss an die Stadt zurückverkauft werden. Der Ringverein „Frisch Auf" wird Abteilung der TGH.

1938–1945

In den Kriegsjahren sind es vor allem die Frauen des Vereins, die das Turnen fortführen und den Zusammenhalt sichern. Viele Mitglieder kehren aus dem Krieg nicht zurück – ihnen gilt unser Andenken.

1945

Nach Kriegsende kann am 1. September der Sportbetrieb mit Genehmigung der Militärregierung wieder aufgenommen werden.

Neubeginn auf dem Sportplatz, 1945
Neubeginn auf dem Sportplatz, 1945
1946

Erstmals wird an Pfingstmontag das später weit über die Grenzen des Bergischen Landes bekannte Feldhandball-Blitzturnier „Rund um Schloß Burg" ausgetragen.

1953

Max Siebold, langjähriger Vorsitzender und Vorstand des Bergischen Turngaus, verstirbt. Ihm zu Ehren wird die Sporthalle in Hilgen benannt.

1954

50-jähriges Vereinsjubiläum – ein halbes Jahrhundert Turngemeinde Hilgen wird groß gefeiert.

1959

Die 1. Handballmannschaft steigt in die höchste deutsche Feldhandball-Spielklasse auf.

1968

Der Fußballverein Hilgen beantragt die Eingliederung und wird zum 1. Januar 1969 Abteilung der Turngemeinde.

1976

Kuno Hendrichs, 17 Jahre lang 1. Vorsitzender, verstirbt – die Sportanlage in Hilgen trägt seither seinen Namen. Einweihung der Max-Siebold-Sporthalle.

1977

Gründung des Damen-Handballs.

1989

Aufstieg der 1. Herren-Handballmannschaft in die Oberliga.

1991

Werner Birkenbeul übergibt nach 15 Jahren die Vereinsleitung an Eggert Schiffler und wird zum Ehrenvorsitzenden gewählt.

1994

90 Jahre TGH: großes Sommer- und Spielfest auf der Kuno-Hendrichs-Sportanlage.

1996–1999

Aufstieg der 1. Herren-Fußballmannschaft in die Bezirksliga (1996), anschließend Aufstiege von Damen- und Herren-Fußball sowie Damen-Handball bis in die Landesliga (1999).

2004

100 Jahre Turngemeinde Hilgen 04 e.V. – ein großes Jubiläumsfest krönt das erste Vereinsjahrhundert.

100-Jahr-Feier, 2004
100-Jahr-Feier, 2004
2007

Die TGH gründet gemeinsam mit der Burscheider TG und dem TV Witzhelden im Jugendbereich die Handball-Spielgemeinschaft „Bergische Panther".

2009

Eines der erfolgreichsten Spieljahre der Vereinsgeschichte: gleich mehrere Mannschaften werden beim Empfang durch den Bürgermeister für Meisterschaften und Aufstiege geehrt.

2010

Hilgen feiert 500 Jahre – die TGH beteiligt sich am großen Festumzug. Der alte Aschenplatz weicht einem neuen Kunstrasenplatz auf der Kuno-Hendrichs-Sportanlage.

Der neue Kunstrasenplatz
Der neue Kunstrasenplatz
2012

Reha-Sport wird ins Breitensport-Angebot aufgenommen; die TGH wird Mitglied im Behinderten-Sportverband NRW.

2014

110 Jahre Turngemeinde Hilgen 04 e.V. – die TGH festigt ihre Position als größter Sportverein in Burscheid.

2015

Die komplett neu gestaltete Vereins-Homepage geht online. Mit rund 1.300 Mitgliedern ist die TGH weiterhin der größte Verein in Burscheid.

2017

Die 1. Herren-Mannschaft der Bergischen Panther steigt in die 3. Liga auf – der bis dahin größte Erfolg der Panther-Vereinsgeschichte.

2018

Die neue Leichtathletik-Tartanbahn auf dem Sportplatz wird fertiggestellt. Trainerin Lieselotte wird 85 Jahre alt und leitet weiterhin zwei Sportgruppen.

Trainerin Lieselotte feiert ihren 85. Geburtstag
Trainerin Lieselotte feiert ihren 85. Geburtstag
2019

Die Abteilung Breitensport bewegt wöchentlich über 800 Menschen bei 53 Angeboten – mit 14 Reha-Sport-Gruppen ist die TGH größter Anbieter der Region.

2019–2021

Die Corona-Pandemie prägt den Vereinsalltag. Mit Online-Sportangeboten – zeitweise bis zu 78 im Monat – hält die TGH den Kontakt zu ihren Mitgliedern.

2021

Am 23. Oktober verstirbt Burscheids Bürgermeister Stefan Caplan, langjähriger Freund der TGH, plötzlich im Alter von nur 56 Jahren.

2022

Mit rund 1.350 Mitgliedern bleibt die TGH der größte Verein in Burscheid. Die Fußball-Damen gewinnen zum dritten Mal in Folge den Kreispokal.

Die Bergischen Panther, Saison 2021/2022
Die Bergischen Panther, Saison 2021/2022